Die SPD Kreistagsfraktion und der SPD-Kreisvorstand bedauern die zunehmende Schärfe in der Auseinandersetzung um die Wasserschutzzone Thalham-Reisach-Gotzing. Dies schließt sowohl Äußerungen der Miesbacher Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, des CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan wie auch des SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn mit ein. Wir rufen alle Beteiligten auf zur Sachargumentation zurückzukehren. Nur so können die berechtigten Einwände der betroffenen Kommunen und der betroffenen Einzelpersonen Gehör finden. Durch sachliche Argumentation und sachliche Verhandlungen ist es bisher schon gelungen einige Verbesserungen für die Betroffenen zu erreichen. So wurde die zum Beispiel die in den ursprünglichen Planungen enthaltene zu Miesbach gehörende Siedlung Wachlehen aus den aktuellen Vorschlägen zur Wasserschutzzone herausgenommen.

Zu den sachlichen Grundlagen der Arbeit gehören u. a. auch
– Zu wissen, dass das Verfahren zur Ausweitung des Wasserschutzgebiets bereits seit 1999 läuft
– Anzuerkennen, dass der damalige Bayer. Staatsminister Marcel Huber (CSU) das Landratsamt anwies das Verfahren zur Erweiterung der Wasserschutzzone zu eröffnen
– dass die CSU-geführte Regierung von Oberbayer den Landrat zu einer raschen Vorgehensweise drängt.
– das Landesamt für Umwelt von großem Gewicht bei der Festsetzungen der Wasserzonen ist . Dies ist eine Unterbehörde Bayer. Umweltministeriums, das über lange Jahrzehnte von der CSU geführt wurde und jetzt unter der Direktive von Minister Thorsten Glauber von den Freien Wähler steht.

Bei der Ausweisung geht es aber um einen Interessenskonflikt zwischen der Landeshauptstadt München und den 3 betroffenen Gemeinden Weyarn, Warngau, Valley sowie der Stadt Miesbach und Teilen ihrer jeweiligen Bürgerschaft.

Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion waren an 2 Tagen des dreitägigen Erörterungstermin zur Ausweisung der Wasserschutzgebiets als Beobachter anwesend und konnten dabei keine rechtsstaatlichen Mängel bei diesem Verfahren feststellen. Vielmehr blockierte der Anwalt eines Betroffenen das Verfahren mit rund einem Dutzend Anträge auf Befangenheit. Der Höhepunkt dieser Befangenheitsanträge war ein Antrag „wegen Grinsens“ gegen den Staatsbeamten Martin Pemler. Die Feststellung, ob das Verfahren rechtsstaatlich ist kann aber weder ein Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion noch eine Mehrheit des Petitionsausschusses des Bayer. Landtags treffen. Dies ist einzig und allein Aufgabe der Verwaltungsgerichte. Insofern empfehlen wir allen Zweiflern sich an die Verwaltungsgerichte zu wenden.

Die SPD – Kreistagsfraktion bleibt bei ihrer schon bisher geäußerten Meinung, dass bei der Festsetzung des Wasserschutzgebiets Thalham-Reisach-Gotzing die Belastungen für die Gemeinden selbst und ihre Bürger so gering wie möglich gehalten werden müssen. Und selbstverständlich müssen eventuelle durch die Wasserschutzzone entstehende finanzielle Einbußen voll und ganz durch die Stadtwerke München getragen werden.

Für die SPD-Kreistagsfraktion: Martin Walch und Paul Fertl
Für den SPD-Kreisverband: Hannes Gräbner

"Omas gegen rechts" vor dem Hotel Post in Kreuth

Heute übergaben die OMAS GEGEN RECHTS einen offenen Brief an den Betreiber des Hotels zur Post, Herrn Michael Rauh.

Die OMAS GEGEN RECHTS sind eine zivilgesellschaftliche überparteiliche Initiative, die sich in den politischen Diskurs einmischen will und der Meinung ist, dass die ältere Frau als öffentliche politische Kraft nicht in unserem kollektiven Bewusstsein gespeichert ist und deshalb als Gruppe öffentlich auftreten muss, um aufzufallen. Es geht ihnen um die Zukunft der Kinder und Enkelkinder und um nicht vielleicht eines Tages gefragt zu werden: Und was habt ihr getan?

In diesem Brief wurde Herr Rauh gebeten, die AfD bei der Ausbreitung im Landkreis und im Tegernseer Tal nicht indirekt zu unterstützen.

Rauh erklärte, dass er die AfD zwar durchaus auch kritisch sehe und selbst liberal ist, aber er findet, seit die AfD in der Politik dabei ist, werde wieder intensiver diskutiert. Ebenso fand er, wenn er die Veranstaltung nicht in seinem Haus hätte, dann würde dies ein anderer Hotelier machen. Allerdings versprach er den anwesenden OMAS GEGEN RECHTS und Opas, rund 14 Frauen und Männer, nicht nur aus Holzkirchen, sondern auch aus Rosenheim und München, ihren Brief aufmerksam zu lesen.

Eine Kopie des folgenden Briefes haben die OMAS GEGEN RECHTS auch dem 1. Bürgermeister Josef Bierschneider übergeben, der die AfD Tagung in Kreuth auch sehr kritisch sieht.

 

OMAS GEGEN RECHTS München und Süd Email:
info@omasgegenrechtsbayern.de
Facebook: OMAS GEGEN RECHTS Süd
OMAS GEGEN RECHTS München
z.Hd. Herrn Michael Rauh
Nördliche Hauptstraße 5–7
83708 Kreuth 16.01.2019

Sehr geehrter Herr Rauh,

zum Jahreswechsel 2018/19 lasen wir eine Umfrage in der Zeit:
„Politiker von links bis rechts blicken in die Zukunft – wie leben wir 2068, wenn man aus ihrer Sicht alles richtig entschiede.“
Wir zitieren

Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD Bundestagfraktion:

  • Die AfD hat schon vor Jahren einen Kanzler gestellt
  • Der Euro ist abgeschafft.
  • Die EU hat sehr viel weniger Kompetenzen
  • Öffentlich-rechtliches Fernsehen gibt es schon lange nicht mehr
  • Die Bürger haben viel Freiheit gewonnen.
  • Beispielsweise wurde die Schulpflicht abgeschafft

(Die Zeit 27.12.2018)

Die Zukunft unserer Enkelkinder:
Wir sind Omas, also Mütter, Großmütter und Frauen, die nichts anderes vereint (keine Partei, keine Ideologie, kein Berufstand, keine wirtschaftlichen Interessen) außer der Sorge um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Wir wünschen für sie ein friedvolles, soziales und demokratisches Deutschland in Europa. Wir sind alarmiert und entsetzt, dass z.B. die Schulpflicht abgeschafft werden soll. Unser Bildungssystem ist der unverzichtbare Grundpfeiler unserer Demokratie. Übrigens ist das deutsche Schul- und Universitätswesen berühmt in der Welt und wir verdanken ihm die wirtschaftliche Prosperität unseres Landes. Wir Omas sind friedfertig und lebenserfahren. Unser Gedächtnis reicht durch unsere Familiengeschichte zurück in die Zeit zweier Diktaturen, der DDR und der Naziherrschaft, die den Menschen unerträgliches Leid zugefügt haben.
Wir bitten Sie deshalb uns dabei zu unterstützen, dass die AfD sich nicht hier im Landkreis Miesbach (der im 3. Reich durchaus eine unwürdige Rolle gespielt hat) und im Tegernseer Tal heimisch macht. Wir verstehen, dass Sie vielleicht wirtschaftliche Argumente hatten, und Ihr Haus gerade jetzt in dieser „Schneezeit “ füllen wollten; aber bitte machen Sie daraus keine Tradition und bewahren sie uns vor weiteren „Eiszeiten“, denn als solche empfinden wir die Tagung der AfD heute in Kreuth.
Wir wünschen, dass unsere Enkel auf der römischen Piazza Navone weiterhin ihren Cappuccino mit Euro bezahlen und dass umgekehrt italienische Gäste das gleiche für einen Kaffee in Ihrem Haus tun können und dass wir uns auch zukünftig im Traditionsgasthof Zur Post wohlfühlen dürfen.

Paul Fertl mit Medaille

Eine besondere Ehre wurde Paul Fertl, langjähriger zweiter Bürgermeister der Stadt Miesbach zu Teil. Für 50 Jahre Parteizugehörigkeit erhielt er aus der Hand des Ortsvereinsvorsitzenden Tom Schneider die „Willy-Brandt-Medaille“. Das ist die höchste Auszeichnung, die die SPD für verdiente Mitglieder vergibt.

Als „homo politicus“, der über die Jahrzehnte hinweg für soziale Gerechtigkeit gekämpft habe, bezeichnete Klaus Barthel, amtierendes SPD-Vorstandsmitglied und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, den Geehrten. „Es ging Paul Fertl immer darum zu gestalten“, betonte er. Sei es als Mitglied der Jusos, als Unterbezirksvorsitzender, Stadtrat, Kreisrat und zweiter Bürgermeister. Als Kulturreferent initiierte die Wahl der Miesbacher Kulturpreisträger. 1983 trat der Verlagskaufmann sogar als Bundestagskandidat an und holte den größten Stimmenzuwachs in Bayern. Geprägt haben Paul Fertl Begegnungen mit Willy Brandt, der 1965 Miesbach besuchte, und mit Helmut Schmidt, der zusammen mit seiner Frau Loki in den 80iger Jahren zu Gast bei einem Parteitag in Wolfratshausen war.

Paul Fertl ist ein festverwurzelter „Miaschbecker“, der nur aus Liebe zu seiner Frau Judith für wenige Jahre in Otterfing im „Exil“ lebte. Später zog die Familie nach Miesbach, wo die vier Kinder aufwuchsen und die Familie Fertl seit Generationen eine feste Größe in der Politik ist. Bereits sein Großvater war Mitglied im Gemeinderat des Marktes Miesbach und beantragte erfolgreich beim König Ludwig III. die Stadterhebung.

vorne v.l.: Annemarie Brinz, Inge Jooß, hinten v.l.: Klaus Barthel, Paul Fertl, Tom Schneider

Sie sind wahre Stützen der Miesbacher Kommunalpolitik und des gesellschaftlichen Engagements in der Kreisstadt: Daher waren die Ehrungen zum „Tag des Ehrenamtes“ äußerst passend: Mit einer Urkunde für 40 Jahre SPD-Mitgliedschaft wurden Annemarie Brinz und Inge Jooß, Kulturreferentin der Stadt Miesbach, ausgezeichnet. Beide gehören dem Vorstand des Ortsvereins Miesbach an und engagieren sich seit Jahren in vielfältiger Weise.

Günther Holzkamm, Jochen Holzkamm, Klaus Barthel
Zwei tolle Typen!

Verena Schmidt-Völlmecke, unsere Spitzenkandidatin für den bayerischen Landtag, und Tim Roll, unser Kandidat für den Bezirkstag haben einen beeindruckenden Wahlkampf hingelegt. Es hat großen Spaß gemacht, dabei zu sein. Vielen Dank für das tolle Engagement!

Kandidatenrunde_13.09.2018

… saßen bei der Kanidatenrunde der Kolpingsfamilie und des Münchner Merkur auf dem Podium im Bräuwirt. Die Stimmkreiskandidatinnen Verena Schmidt-Völlmecke (SPD, rechts) und Ilse Aigner (CSU, links) diskutierten engagiert welche Themen die Politik im Landkreis angehen sollten.

Verena Bentele zu Besuch
von links vorne: SPD Ortsvereinsvorsitzender Tim Schneider, Sozialreferentin Hedi Schmid – hinten: Christine Negele, Verena Schmidt-Völlmecke, Verena Bentele, Tim Roll, Vorsitzende des Behindertenbeirates, Walter Sedlmayer, Frau Hefele . Foto privat.

„Menschen mit Behinderung sollen noch mehr am Leben teilhaben“

Miesbach – Einer ihrer ersten Termine, als neugewählte Präsidentin des VdK, führte Verena Bentele in den Landkreis Miesbach. Auf Einladung der SPD-Landtagskandidatin Verena Schmidt-Völlmecke und des SPD-Bezirkstagskandidaten Tim Roll besuchte die ehemalige Spitzensportlerin die Oberlandwerkstätten in Miesbach, traf sich in Kreuth mit der Sozialpreisträgerin und Behindertenbeauftragten Christine Göttfried. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Thema Inklusion im Alltag eine Selbstverständlichkeit wird. Barrierefreiheit ist da nur ein Stichwort“, betonte die VdK-Präsidentin.

Damit stimmt sie mit der SPD-Landtagskandidatin Verena Schmidt-Völlmecke überein. „Alle Menschen müssen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben“, betonte die engagierte Politikerin. „Wir brauchen mehr barrierefreien Wohnraum und einen öffentlichen Nahverkehr, den auch Menschen mit Handicap gut nutzen können“.

Bei dem Rundgang in den Oberland Werkstätten in Miesbach zeigte Betriebsleitungsassistent Franz Pazier den Besuchern die verschiedenen Montagegruppen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen für namhafte Unternehmen Produkte fertigen. Im anschließenden Gespräch lobten Tim Roll und Verena Bentele die wichtige Arbeit der Oberland Werkstätten. „Menschen mit Handicap eine Aufgabe zu geben und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, verdient höchste Wertschätzung. Die Oberland Werkstätten machen hier einen sehr guten Job.“ so der SPD-Bezirkstagskandidat.  Was sich aber auch zeigte ist, dass es schwierig ist den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. „Hier müssen wir Betreuungsmöglichkeiten neu und anders denken, oft kennen Betriebe auch die umfangreichen Fördermöglichkeiten nicht gut genug“ so die ehemalige Behindertenbeauftragte des Bundes, Verena Bentele.

Begleitet wurde die VdK Präsidentin bei dem Termin von der Miesbacher Sozialreferentin Hedi Schmid, dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Tom Schneider, SPD-Kreisrätin Christine Negele sowie Walter Sedlmayer SPD BWK Vorsitzender und AWO Kreisvorsitzender.

Von links: Verena Bentele, Christine Göttfried, Verena Schmidt-Voellmecke, Foto privat.

Im Anschluss daran fuhr Verena Bentele gemeinsam mit Verena Schmidt-Völlmecke und Tim Roll nach Kreuth, um sich dort mit Christine Göttfried zu treffen. Die Sozialpreisträgerin und Behindertenbeauftragte der Gemeinde hatte die VdK-Präsidentin in ihr Elternhaus, das Haus Göttfried, eingeladen. Bei einem gemütlichen Mittagessen kam es zu einem intensiven Austausch über die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit Behinderung. Hier stand erneut das Thema Mobilität im Vordergrund. „Ohne fremde Hilfe ist es für Menschen wie Christine und mich quasi unmöglich an einen so schönen Ort wie Kreuth heraus zu kommen“ so Bentele. Umso mehr freute sich die Initiatorin des inklusiven Skicups in Kreuth, dass Bentele spontan zusagte beim nächsten „Göttfried Inklusions SkiCup“ an den Start zu gehen. Verena Schmidt-Völlmecke zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement und Lebensmut der beiden Frauen. „Wenn ihr beide beim Skicup mitfahrt, dann bin ich auch dabei“ versprach die SPD-Landtagskandidatin.

Der persönliche Kontakt mit Betroffenen ist für die junge VdK-Präsidentin sehr wichtig. „Nur so erfahre ich, was die Menschen vor Ort wirklich brauchen und werde mich in der Politik nachdrücklich dafür einsetzen, dass hier noch mehr umgesetzt wird.“

Von links: Verena Schmidt-Voellmecke, Marinus Glonner, Verena Bentele, Foto privat.

Zum Abschluss des Tages im Landkreis Miesbach traf Bentele auf Marinus Glonner, den Vorstand des VdK Bad Wiessee. „Das ist der erste VdK Ortsverein, den ich in Oberbayern besuche“ so Bentele. Sie lud Marinus Glonner zu diesem Anlass gleich zur Großveranstaltung „Soziales Bayern jetzt“ des VdK am 14.09.2018 in München ein. „Der VdK wird den Damen und Herren aus der Politik sehr genau auf die Finger schauen, wenn es um die Sozialpolitik im Freistaat geht.“ versicherte Bentele.

Von Geburt an blind, setzt sich Verena Bentele für die Inklusion von Menschen mit Handicap ein. Ihr wichtigstes Projekt ist nach wie vor das Bundesteilhabegesetz, das Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben und bessere Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt ermöglichen soll. Bentele ist zwölffache Paralympics-Siegerin und 4-fache Weltmeisterin im Skilanglauf und Biathlon. 2011 beendete sie ihre Karriere als Profisportlerin, schloss ihr Literatur-Studium ab und begann, als Motivationstrainerin und Coach für große Unternehmen zu arbeiten. Am 16. Mai 2018 wurde sie mit großer Mehrheit zur Präsidentin des VdK gewählt.

Tim Roll und Verena Schmidt-Völlmecke zeigten sich nach den Terminen zufrieden, wie nachdenklich. „Wir haben viele tolle Menschen und Projekte kennengelernt, es liegen aber auch noch einige Herausforderungen vor uns, damit alle selbstbestimmt leben können.“ so Schmidt Völlmecke.

Über 200 Teilnehmer forderten am Ostersamstag, 31. April 2018, in Miesbach:

Eine sichere Zukunft für alle Menschen

Nach einem Grußwort des Grünen Landrats von Miesbach Wolfgang Rzehak, begrüßte der Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Walter Sedlmayer für die Ostermarschinitiative Miesbach die vor der Rudolf-Pikola Schulanlage versammelten Teilnehmer:

Liebe Freundinnen und Freunde des Ostermarsches in Miesbach!

Für die Ostermarschinitiative Miesbach und den sie tragenden Gruppen, vertreten durch Gliederungen der katholischen und evangelischen Kirche, Umweltverbänden, auch sozialen und politischen Gliederungen und Parteien und nicht zuletzt, vorneweg den motorisierten Edelweißpiraten, begrüße ich euch ganz herzlich!
Ich danke euch für den Mut, den ihr mitgebracht habt, öffentlich aufzurufen und aufzufordern, Interessen unter Menschen friedlich auszutragen!

Heute vor fast 60 Jahren, am 07. April 1958, bewegte sich, in London vom zentralen Platz Trafalgar Square aus, der weltweit erste große Ostermarsch durch die Straßen.
Mit dem Ruf „Ban the bomb“ (Bannt die Bomben) zogen tausende Kernwaffengegner zum britischen Atomforschungszentrum Aldermaston.
In Deutschland folgte 1960 in Norddeutschland ein Marsch nach dem Raketenübungsgelände Bergen-Hohne.

Die Ostermarschinitiantive Miesbach beobachtet mit Sorge, gerade in diesem Jahr, öffentlich zelebrierte Regelverletzungen, Verleugnen der Wahrheit, Kriege, Terror, Zunahme des Aufrüstens und ein aufkommender Nationalismus weltweit und auch bei uns.
Unsere Kernforderungen sind deshalb:

  • Eine sichere Zukunft für alle Menschen
  • Atomare Abrüstung
  • Fairer Umgang und Perspektive mit den Ländern in Afrika und Asien.

Wir brauchen, über die Interessenwahrnehmung von Gruppen und Regionen hinaus, auch eine gemeinsame Kultur für eine Welt.

Nach dem Treffen an der Rudolf-Pikola-Schulanlage marschierten die Teilnehmer zur Volksfestwiese, an der Spitze mit Motorrädern die Edelweißpiraten. Mitgeführt wurde die Atrappe eines Atomsprengkopfes.

In einer gemeinsamen Aktion auf der Volksfestwiese wurde von dem SPD Kreisvorsitzenden Hannes Gräbner und der SPD Kreisrätin Christine Negele der Aufruf der ICAN-Organisation zur Ächtung von Atomwaffen gefordert.
Danach wurde symbolisch die Raketenattrappe zerstört, ehe der Zug durch die Innenstadt von Miesbach bis zum Rathaus zog, wo abwechselnd, nach einem Grußwort des zweiten Bürgermeisters der Stadt Miesbach Paul Fertl, weitere Redebeiträge abwechselnd von Musikbeiträgen der Musikgruppe Kesselfligga und Mike Hill folgten.

Christine Negele prangerte die Ausweitung der Rüstungsexporte an, der Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner, Die Linke, forderte  Europa solle initiativ als Friedensmacht werden. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Elisabeth Janner sprach gegen ein 2% Haushaltsziel für den Rüstungshaushalt, Bernhard Brown sprach für Amnesty International an: 70 Jahre Menschenrechte.
Ein Vertreter der Friedensinitiative Bad Tölz-Wolfratshausen forderte Frieden heute. Für den DGB sprachen Rudi Fertl, über unfairen Handel am Beispiel Afrika und Hans Pawlowsky über die Notwendigkeit von Frieden für die arbeitenden Menschen. Der Motorradclub  Edelweißpiraten trug ein politisches Gedicht gegen AfD und Rechtsradikalismus in der Bundesrepuiblik vor. Manfred Burger für den Bund Naturschutz forderte eine sichere Zukunft für unsere Kinder in einer lebenswerten Welt, es folgte ein Gedicht der Integrationsbeauftragten der Stadt Miesbach und SPD Kreisrätin Inge Jooß für die Flüchtlingshelfer im Landkreis. Zum Abschluß begleitet von dem Lied, vorgetragen von Mike Hill, „We Shall Overcome“ wurde als Botschaft des Friedens, Luftballone mit Antwortkärtchen in die Luft  frei gelassen.

Bilder des Ostermarsches:

Aufstellung Rudolph-Pikola-Schulanlage
Edelweißpiraten und Teilnehmer

 

 

 

 

 

 

Rakete, Sepp Obermeier, Wolfgang Rzehak, Hermann Kraus, Walter Sedlmayer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versammlung auf der Volksfestwiese, halbrechts Rakete

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Attrappe Atomsprengkopf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hämmer werden geschwungen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Attrappe Atomsprengkopf wird zerstört

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rakete symbolisch zerstört

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musikgruppe Kesselfligga und hinten links Michael Hill

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verkauf Luftballons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilnehmer vor dem Miesbacher Rathaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Redebeiträge vor dem Rathaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links MdB Andreas Wagner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilnehmer vor dem Miesbacher Rathaus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christine Negele mit Attrappe Atomsprengkopf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verleihung-01-18 – Medaille für SPD Größen! vl Paul Fertl - Walter Sedlmayer - Hermann Kraus und Johannes Gräbner
14.01.2018 Foto Andreas Leder
Die höchste Auszeichung der SPD, die Willy-Brandt-Medaille, nahmen Walter Sedlmayer (2.v.l.) und Hermann Kraus (2.v.r.) aus den Händen des Unterbezirksvorsitzenden Hannes Gräbner (r.) entgegen. Miesbachs Vizebürgermeister Paul Fertl hielt die Laudatio. FOTO: ANDREAS LEDER

Bad Wiessee – Politische Themen vor Ort und in Berlin nahmen einen breiten Raum beim Unterbezirksparteitag der SPD, am 11. Januar 2018, im „Hotel zur Post“ in Bad Wiessee ein. SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Post erläuterte Hintergründe der anstehenden Regierungsbildung und Verena Schmidt-Völlmecke und Tim Roll, Leitungsteam des Ortsvereins Holzkirchen, wurden in den Vorstand des SPD Unterbezirks Miesbach gewählt. Glanz in den Abend brachte die Verleihung der „Willy-Brandt-Medaille“ an die beiden langjährigen SPD-Mitglieder Walter Sedlmayer und Hermann Kraus. Die Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die Partei an ihre Mitglieder vergibt.

Die beiden Miesbacher wurden für Ihr großes Engagement geehrt. Walter Sedlmayer ist für sein Organisationstalent gefragt und gilt als Experte für Satzungsfragen. Er trat bereits 1969 als Student in die SPD und  in die ÖTV ein und begann seine politische Laufbahn als Studentischer Parlamentspräsident. Dort ist es ihm  gelungen 500 Wohnplätze für Studenten zu schaffen, die heute noch den Studierenden zur Verfügung stehen. Später lebte er lange Jahre in Kassel, wo er intensiv in der Lokalpolitik tätig war.  Als er im Jahr 2005 nach Miesbach übersiedelte ─ er hat familiäre Bindungen nach Hausham ─ engagierte er sich sozial und übernahm er auch hier politische Ämter.

Walter Sedlmayer ist Vorsitzender des SPD Bundeswahlkreisvorstandes und Vorsitzender der AWO im Landkreis Miesbach. Daneben gehört er dem Vorstand der Miesbacher SPD an. Mit großem persönlichen Einsatz unterstützt er überall, wo sein Rat gefragt ist. Der Laudator und Miesbacher zweite Bürgermeister Paul Fertl bezeichnete ihn anerkennend als „Urgestein der SPD“. 2019 jährt sich sein Eintritt in die Partei zum 50. Mal.

35 Jahre ist es her, dass Hermann Kraus, der weitere Preisträger der Willy-Brandt-Medaille, in die SPD eingetreten ist. Der gebürtige Miesbacher Hermann Kraus – seine Familie gründete das Traditionsgeschäft „Spielwaren Kraus“ ─ wurde als junger Mann vom Aufbruch der katholischen Kirche während des Konzils 1962-1965 geprägt. Den Weg in die Sozialdemokratie hat ihm dann der charismatische Miesbacher Bürgermeister Rudolf Pikola gezeigt.

Das politische Wirken von Hermann Kraus ist vielfältig. Lange Jahre setzte er sich  als Stadtrat für die finanzielle Sanierung der Miesbacher Finanzen ein. Er gehört seit vielen Jahren dem Vorstand des SPD-Ortsvereins Miesbach an, gründete den Kommunalpolitischen Arbeitskreis der SPD mit, war maßgeblich an den  Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Rudolf Pikola beteiligt und ließ federführend vor drei Jahren den Ostermarsch in Miesbach wieder aufleben. Nach wie vor ist Hermann Kraus in der katholischen Kirche engagiert, keiner politischen Diskussion abgeneigt und interessiert sich intensiv für die Geschicke und die Geschichte Miesbachs. hil

von links: Verena Schmidt-Völlmecke, Tom Schneider, Walter Sedlmayer

Die SPD Stimmkreiskandidatin für den Bayerischen Landtag, Verena Schmidt-Völlmecke aus Warngau, präsentierte sich, trotz Schneegestöber, am SPD Infostand des SPD Ortsvereins Miesbach am Donnerstag, 14.12. 2017 während des grünen Marktes am unteren Markt in Miesbach. Den Marktbesuchern bot sie ihre Vorstellungen und Schwerpunkte für ihre Kandidatur zur Landtagswahl 2018 in Bayern an. Am Donnerstag Abend stellt sich den Miesbacher Bürgern, im Rahmen einer Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Miesbach, auch der SPD Kandidat für die Bezirkstagswahl Oberbayern 2018, Tim Roll aus Holzkirchen vor. Der SPD Ortsvereinsvorsitzende Tom Schneider und der Vorsitzende des Bundeswahlkreises Oberland Walter Sedlmayer, sowie weitere Helfer, unterstützten die Kandidatin bei ihrer Vorstellung am Lebzelterberg in Miesbach.